Programm

Manuel Marquina (COO bei Graphax)

Moderation

Manuel Marquina

Manuel Marquina führt das Publikum durch den Tag. Manuel ist COO bei Graphax. Vorher war Head of Sales Region, SMB Zürich @ Swisscom. Zuvor leitete er das «Office Work» Vertriebsteam bei Coople Schweiz. Und Davor hat er das europäische Team vom «Silicon Valley Start Up» Evernote mit aufgebaut und geführt. Nebenbei referiert und doziert er zu Themen wie Arbeit 4.0, Digital Ethics, Leadership und UX Design an verschiedenen Schweizer Hochschulen. Last but not least, lebt er mit seiner «besseren Hälfte» und zwei Kindern in Zürich City.

Evangelos Avramakis (Head Digital Ecosystems R&D, Swiss Re)

Keynote: The AI world is not enough – Wenn Interaktionen immer (emphatisch) menschlicher werden

Mehr und mehr werden Interaktionen digital auch mittels analytischen Werkzeugen und Roboter unterstützt oder vollständig ausgeführt. Im Bereich des Gesundheitswesens sind aber Empathie und Vertrauen von hoher Relevanz, welche neue Herausforderungen an Anbieter und Anwender gleichermassen stellen.

Die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz wachsen stetig und lassen sich kaum mehr aus unserem Alltag wegdenken. Diese bereits etablierte Verschmelzung geht aber so weit, dass es uns mehr und mehr schwieriger fällt, echte menschliche und authentische von künstlich generierten Interaktionen zu unterscheiden. Was ist, wenn mittels künstlicher Intelligenz neue „empathische Unterstützer“ uns den Alltag erleichtern und wir Menschen den Unterschied kaum mehr differenziert wahrnehmen können? Und wie könnte sich das auch im medizinischen Umfeld manifestieren?

Evangelos Avramakis spricht in seiner Keynote über künstliche Intelligenz, Roboter und Geschäftsmodelle, welche sich derzeit am Markt zu etablieren versuchen. Nicht zu vergessen sind hierbei disruptive Technologien und Geschäftsmodelle, welche das Potenzial haben in der Breite Dienstleistungen zu etablieren. Gleichzeitig zeigt er aktuelle Entwicklungen und Chancen insbesondere im medizinischen Umfeld auf.

Dr. Evangelos Avramakis ist ein international renommierter Berater und Vordenker in der Versicherungsbranche. Hauptsächlich befasst sich Evangelos mit zukunftsweisenden Marktentwicklungen (Foresight), digitalen Ökosystemen, Omni-Channel-Management und innovativen Geschäftsmodellen. Er ist Co-Autor zahlreicher Publikationen und regelmässiger Keynote-Speaker bei Konferenzen und Kunden-Events.

Silvia Rohner (Team Lead MedTech, Ostschweizer Fachhochschule)

Wenn Transformer Mobilität ermöglichen

Wenn Teile des Körpers nicht mehr so funktionieren, dass sich jemand zu Fuss fortbewegen kann, können technische Hilfsmittel unterstützen. Üblicherweise werden Rollstühle genutzt, in denen auch gelähmte Personen schnell und unabhängig unterwegs sind. Andererseits gibt es bereits Exoskelette, mit welchen man auch nach Lähmungen Gehen kann. Wir stellen bei der Entwicklung eines Kombinationsgerätes die künftigen Benutzer ins Zentrum.

Silvia Rohner leitet das MedTech Lab, eine Networking-Plattform für Kompetenzen im Bereich Medizintechnik an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Zusätzlich leitet sie die enhanced Teams, welche sich für Inklusion und Mobilität von Personen mit Paraplegie einsetzen. User Centricity ist immer im Zentrum ihrer Projekte. Ihr zweifacher Hintergrund in Bewegungswissenschaften und Maschinenbau ermöglichen ihr, bei der Kommunikation zwischen den beiden Bereichen zu vermitteln.

Beatrice Kaufmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute of Design Research, Hochschule der Künste Bern)

Wenn Mimik und Gestik nicht ausreichen – Eine bildbasierte Kommunikationshilfe zur Unterstützung bei Sprachbarrieren im Kindernotfall

Sprachbarrieren sind eine grosse Herausforderung für Gesundheitspersonal und anderssprachige Patient:innen. Beatrice Kaufmann stellt die Entwicklung einer bildbasierten Kommunikationshilfe für den Kindernotfall vor und beleuchtet dabei die Rolle von User Centered Design.

Eine verständliche Kommunikation ist zentral für eine sichere, qualitativ hochstehende und gleichwertige Gesundheitsversorgung aller Patient:innen. Sprachbarrieren sind dabei eine grosse Herausforderung für Gesundheitspersonal und anderssprachige Patient:innen und deren Angehörige und beeinflussen die Behandlungsqualität negativ.

Da professionelle Dolmetscher sind nicht immer verfügbar und bestehende Hilfsmittel nur bedingt nützlich sind, hat ein interdisziplinäres Forschungsteam der Berner Fachhochschule den Prototyp einer digitalen Kommunikationshilfe entwickelt, die bildbasiert die Kommunikation in der Anamnese auf dem Kindernotfall unterstützt. Die Kommunikationshilfe wurde mit der Beteiligung von Nutzenden in einem partizipativen Prozess erarbeitet.

Beatrice Kaufmann stellt in ihrem Input den Weg zum Prototyp vor und zeigt auf, welche Rolle User Centered Design in der Gesundheitskommunikation spielt.

Beatrice Kaufmann ist Designerin. Sie arbeitet als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute of Design Research an der Hochschule der Künste Bern, wo sie u.a. in den Bereichen Social Design und Health Care Design forscht. Ausserdem ist sie als freischaffende Grafikerin und Illustratorin tätig und Autorin der bekannten Wimmelbücher von Zürich und Bern.

Gieri Cathomas (Managing Partner Swisspath Health)

Together We Test und die Bedeutung von UX

Die Plattform Together We Test (TWT) wurde während der COVID Krise als Dienstleistungsplattform für 12 Kantone und den Bund in erster Linie für repetitive Tests (von asymptomatischen Personen) in Zusammenarbeit mit über 15 Labors aufgebaut. TWT hat knapp 1 Mio. Pools in dieser Zeitspanne durchgeführt. Wie gross ist die Bedeutung von Ux während einer Krise?

Gieri ist Mediziner und hat an der Universität Zürich und der Humboldt Universität Berlin studiert. Vor seinem Eintritt in die Swisspath Gruppe gründete und etablierte Gieri mehrere Unternehmen in den Bereichen medizinische Dienstleistungen, medizinische Beratung und medizinische IT-Technologie. Er ist auch Dozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich, wo er für das Modul in Health Sector Management mitverantwortlich ist. Weiter ist er Vorstandsmitglied der ÖKK. Gieri spricht fliessend Deutsch, Englisch und Rätoromanisch.

Paneldiskussion mit Moderator Christian Hauri (Vorstand UX Schweiz)

Einfluss von UX Design auf die Zukunft des Health Bereichs

Wie stellen wir uns die Zukunft der digitalen Gesundheitswirtschaft vor? Welche Produkte werden sich durchsetzen? Welche Technologien stehen da im Vordergrund? Wie werden die Menschen diese Technologien nutzen? Und welchen Beitrag kann User Experience da leisten?
In der Paneldiskussion stehen sich Führungskräfte aus den Bereichen Health und UX gegenüber. Wir erwarten hitzige Dialoge mit hochkarätigen Experten, moderiert von Christian Hauri.

Christian Hauri berät seit mehr als 20 Jahren Unternehmen bei der Integration und Implementierung von benutzer-zentrierten Methoden in deren Organisation, Strategie und Kultur. Er bildet als Dozent an mehreren Hochschulen UX-Experten aus und weiter und ist als erfahrender Moderator von Grossveranstaltungen bekannt. 2019 hat er das European UX Leadership Network ins Leben gerufen, wo UX Leaders in einer Serie von Workshops ihr Knowhow austauschen und weiterentwickeln können, um UX in Industrie und Wirtschaft voran zu bringen. Im Vorstand von UX Schweiz kümmert Christian sich zudem um das Ressort Events.

Christian Hablützel (Inhaber der Lachdichgesund GmbH)

Lach dich gesund

Lachen förderd die geistige und körperliche Gesundheit. Zur Auflockerung unseres Programms nimmt dich Christian Hablützel mit in die gesunde Welt der fröhlichen Stimmung.

Christan lebt für das Lachen. Als Lachtrainer, Lachyoga Coach und Initiator von verschidenen Gesellschaften und Vereinen trägt er das Lachen in Unternehmen und Instutitionen. Er war auch der erste, der ein Lachtraining im Bundeshaus durchführen durfte. Zudem verfasst er Bücher zum Thema und ist auch über die Landesgrenzen hinaus tätig.

Lorenz Wiegand (Co-Founder & CEO)

Die Relevanz von Kaffee und Kuchen in der Produktspezifizierung – Wie gelöste Zungen, zu signifikanten Einblicken führen

Wie spezifiziere ich das minimal funktionsfähige Produkt für eine spezifische Zielgruppe? Die Problemstellung ist bekannt. Die Lösung als Vision vorhanden. Was fehlt noch? Bin ich bereit mit meinem Team die Lösung nun technisch umzusetzen? Das fehlende Puzzleteil findet sich im Verständnis für den Zielnutzer. Versetzt man sich in die betroffenen Menschen und spielt ihre Tagesabläufe durch, tauchen signifikante Eigenarten auf. Man lernt sie kennen und auf sie eingehen. Aspekte, welche weit ab vom zu optimierenden Arbeitsplatz passieren, können genauso erfolgsrelevant sein, wie diese am Arbeitsplatz. Lorenz Wiegand spricht in seinem Input über ein grundlegendes Vorgehen zum Verständnisaufbau für Zielnutzer und erläutert sein Vorgehen zum Aufbau einer Nutzer-Community zur beständigen Begleitung der Produktentwicklung.

Lorenz Wiegand war die letzten 3 Jahre Spartenleiter im Familienunternehmen «Wiegand AG», mit der Aussicht dieses zu übernehmen. Dieses vereinfacht seit 50 Jahren den Arbeitsalltag von Pflegenden und erhöht die Patientensicherheit mit seinen Medikamentenverteilsystemen. Diese Tradition führt er nun im eigenen Unternehmen weiter und entwickelt zusammen mit einem Fachgremium aus Pflegfachkräften eine Lösung, welche die digitalen Arbeiten vereinfacht, wodurch sich die Pflegenden wieder 100% auf die Patienten konzentrieren können und sie gleichzeitig stark entlastet werden.

WUD4 Kids Präsentation

Die Stars der nächsten Generation von UX Designerinnen und Designern präsentieren ihre Arbeiten.

Für unseren UX-Nachwuchs planen wir diesmal einen WUD-FOR-KIDS-DAY im Rahmen des nationalen Zukunftstags, um das Thema UX unseren Kindern näher zu bringen. Was die angehenden UX-Spezialistinnen und UX-Spezialisten an dem Tag geschaffen haben, werden wir gerne präsentieren.

Alle Programminhalte des WUD4Kids sowie den Link zur Anmeldung folgen bald.

 

Sara Wachter-Boettcher (Founder of Active Voice)

Closing Note: Designing for health from the inside out (English spoken)

Vom Coronavirus bis zur Klimakrise – die letzten Jahre haben die Weltgesundheit in den Mittelpunkt gerückt. Kein Wunder, dass so viele Designer jetzt an gesundheitsbezogenen Produkten arbeiten, wie sicheren Telemedizin-Diensten, digitalen Krankenakten, oder Wellness-Apps.

Aber was ist mit unserer eigenen Gesundheit als Designer?

Isolation, Einsamkeit, Stress, Burnout. Diese Probleme sind an unseren Arbeitsplätzen allgegenwärtig, und allzu oft kehren wir sie unter den Teppich.
„Andere Leute haben es schlimmer“, „Ich sollte mir im Moment keine Sorgen um mich machen“, sagen wir uns. „Wir müssen uns durchsetzen, die Aufgabe ist zu wichtig“, sagen wir uns gegenseitig. Aber wir können keine gesunden Ergebnisse für unsere Nutzer unterstützen, wenn wir selbst auf ungesunde Weise arbeiten. In diesem Vortrag werden wir untersuchen, warum das so ist und was Sie dagegen tun können. Wir behandeln:

  • Was Sie tun können, um eine gesündere Beziehung zu Ihrer Arbeit zu entwickeln – ohne dabei Ihre Leidenschaft für UX und Barrierefreiheit aufzugeben?
  • Wie wir die Gemeinschaft und Solidarität aufbauen können, die wir brauchen, um die Normen der Designbranche wie Perfektionismus und Überarbeitung in Frage zu stellen?
  • Warum wir alle in unserer Designarbeit, in unseren Teams und in unseren Führungsansätzen trauma-informierter werden müssen?

Sara Wachter-Boettcher ist die Gründerin von Active Voice, einem Coaching- und Schulungsunternehmen, das Tech- und Design-Führungskräften hilft, gesunde Teams und nachhaltige Karrieren aufzubauen, die ihren Werten entsprechen – ohne Burnout. Sara ist ein zertifizierter Coach mit einer Ausbildung in Teamdynamik, Konfliktlösung, Moderation und traumabewusstem Coaching. Bevor sie Active Voice gründete, leitete sie fast ein Jahrzehnt lang ein UX-Beratungsunternehmen, wo sie sich einen Ruf für ihre Arbeit als Fürsprecherin für integrative, gerechte und ethische Designpraktiken erwarb. Ihr jüngstes Buch „Technically Wrong: Sexist Apps, Biased Algorithms, and Other Threats of Toxic Tech“ wurde von Wired zu einem der besten Tech-Bücher des Jahres gekürt. Sie ist auch die Autorin von „Content Everywhere“ und Mitautorin von „Design for Real Life“.

Roland Siegenthaler

Der Tag in Sketches

Das Highlight zum Schluss. Roland lässt den Tag in Bildern gewohnt pointiert und humorvoll Revue passieren.

Roland Siegenthaler

Roland Siegenthaler ist ehemaliger Elektroingenieur, immer noch ein grosser UX-Enthusiast und natürlich Visualisierungs-Spezialist. Immer wenn es darum geht, komplexe Inhalte einfach zu vermitteln, ist er zur Stelle. Und da die Schule es nicht geschafft hat, die Freude fürs Zeichnen zu wecken zieht er mit seinem Visualisierungsworkshop durchs Land, um alle Menschen vom Selbsteingebildeten „Ich kann nicht zeichnen“-Bazillus zu befreien.

Apéro und Networking

Wir feiern gemeinsam!

Mit feinem Essen, erfrischenden Getränken und nicht weniger erfrischenden Gesprächen lassen wir den Tag ausklingen. Wir freuen uns, mit euch zusammen auf den World Usability Day anzustossen.