Juni 2017

Der Roboter als Krankengymnast: Mensch-Maschine-Interaktion im Labor für Sensomotorische Systeme an der ETH Zürich

Dr. med. Verena Klamroth-Marganska

Datum: Donnerstag, 29. Junin 2017
Zeit: 18.30 Uhr – 20.00 Uhr
Ort: ETH

Abstract
Der Ursprung jeder Bewegung liegt im Zentralnervensystem. Schädigungen des Gehirns führen häufig zu Störungen der Motorik und erfordern vom Patienten das oft mühsame und langwierige Wiedererlernen von Bewegungsabläufen. Das Labor für Sensomotorische Systeme studiert die neurologischen und biomechanischen Prinzipien der menschlichen Motorsteuerung, des motorischen Lernens und der Bewegungswiederherstellung und nutzt das Wissen für das Design neuartiger mechatronischer Maschinen und Formen der Mensch-Maschine-Interaktion. Ziel ist es, motorisches Lernen mithilfe von technischen Anwendungen zu optimieren. Verena Klamroth gibt in diesem Talk einen Überblick über neuartige robotische Assistenz- und Trainingssysteme für die Neurorehabilitation, aber auch für Anwendungen im Sport.

Zur Person
Verena Klamroth-Marganska ist Ärztin und erforscht seit 2008 als Wissenschaftlerin am SMS Lab der ETH Zürich die Umsetzung von Paradigmen motorischen Lernens in roboterbasierte Therapiesysteme. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die roboter-basierte Neurorehabilitation nach Schlaganfall.

Der Roboter

Mai 2017

Die Rolle der angewandten Psychologie in der Produktentwicklung am Beispiel von Apps with love

Milena Rutz

Datum: Donnerstag, 18. Mai 2017
Zeit: 18.30 Uhr – 20.00 Uhr
Ort: ETH

Abstract
Die angewandte Psychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten und Erleben des Menschen in unterschiedlichen Rollen. Der Mensch als User von digitalen Produkten steht dabei in der App Entwicklung im Vordergrund. Milena wird die Rolle der angewandten Psychologie in der Produktentwicklung aufschlüsseln und anhand von Anwendungsbeispielen zum Experimentieren anregen: Welchen Mehrwert kann die angewandte Psychologie in die App Entwicklung einbringen? Wie lässt sich dieser “human focus” in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren? Wie lassen sich Innovations- und Forschungsmethoden bedarfs- und kontextspezifisch einsetzen? Wie gelingt der Transfer der psychologischen Erkenntnisse in der Interaktion mit Kunden sowie dem Entwicklungs- und Designteam ins Produkt? Und wie kann ein human centered Changeprozess mit den Mitarbeitenden im Unternehmen gestaltet werden? Antworten darauf, sowie die interaktive Auseinandersetzung mit daraus abgeleiteten UX Fragestellungen der Zukunft bilden die Grundlage des Talks.

user_cycle

Zur Person

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Milena Rutz ist als Psychologin schwerpunktmässig in den Bereichen Innovation und applied Research zu Hause. Sie begleitete mehr als 100 Projekte mit den unterschiedlichsten Fragestellungen mittels Design Thinking Know-how kombiniert mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden von der Idee bis zur Umsetzung.
Als Ideenkomplizin vereint sie langjährige Erfahrung aus internationalen Innovationsprojekten der Ideenfabrik BrainStore mit wissenschaftlicher Arbeit in Forschung, Aus- und Weiterbildung an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. Seit letztem Jahr lebt sie zudem ihre methodische Experimentierfreude im neu aufgebauten User Research Team von Apps with love in Bern aus und bringt den psychologischen Blickwinkel in die App-Entwicklung ein.
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April 2017

Human Centred Design in Aviation – Eine Exkursion ans Zentrum für Aviatik der ZHAW

Gastgeber: Zentrum für Aviatik der ZHAW – Dr.-Ing. Peter M. Lenhart

Datum: Donnerstag, 27. April 2017
Zeit: 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

Programm
1. Einführungsvortrag: Human Factors Engineering in der Aviatik
2. Besichtigung des Mensch-Maschine-Labors (Forschungsplattform Mensch-Drohne-Interaktion, Cockpitsimulator mit Head- und Eye-Tracking System)
Mensch-Maschine-Systseme

Zur Person
Peter Lenhart ist Dozent und Leiter der Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Systeme am Zentrum für Aviatik der ZHAW. Er beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Gestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion in Flugzeugen und Helikoptern. In den letzten Jahren gilt sein Forschungsinteresse vermehrt der Bedienung und dem Betrieb von unbemannten Luftfahrzeugen.
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Zur Institution
Das Zentrum für Aviatik ist eines der führenden Kompetenzzentren der Schweiz im Bereich der Luftfahrt. Es ist interdisziplinär aufgestellt. Drei von gesamt sieben Forschungsgruppen des Zentrums lehren und forschen zum Thema „Mensch in der Luftfahrt“ (Aeronautische Kommunikation, Human Factors, Mensch-Maschine-Systeme).
Zentrum für Aviatik (ZAV)

März 2017

Klima & Ernährung

Manuel Klarmann

Datum: Donnerstag, 30. März 2017
Zeit: 18.30 Uhr – 20.00 Uhr

Abstract
Unsere Ernährung verursacht ein Grossteil der konsumbedingten Treibhausgase in Europa. Eaternity zeigt Möglichkeiten auf, diese Emissionen um 50% zu reduzieren und zwar genussvoll und gesund. Seit über 8 Jahren engagiert sich Eaternity dafür, nachhaltige Entscheidungen im Ernährungsbereich effektiv und mit validierter Information einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen – so kann jeder Einzelne Teil einer ressourcengerechteren Welt sein.

Zur Person
Manuel Klarmann ist Mitgründer und Geschäftsführer bei Eaternity. Er studierte Mathematik mit Psychologie und Informatik an der Ludwig Maximillians Universität in München und an der Universität Utrecht. Nach dem Erhalt des Bachelordiploms in Mathematik mit Neuroinformatik an der Universität Zürich absolvierte er den Master in „Neural Systems and Computation“ an der ETH Zürich. Manuel realisiert vor seiner Arbeit bei Eaternity diverse Arbeiten in der IT. Er hielt Mathematik Tutorien an den Universitäten sowie Informatik-Schulungen an den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft in München.

Februar 2017

Wie können bei Velofahrer(innen) neue Gewohnheiten aufgebaut werden?

Service Design am Beispiel des Zürcher E-Bike Sharing Angebotes smide (www.smide.ch)
Ein Workshop mit Marc Blume und Jana Lév

Datum: Donnerstag, 23. Februar 2017
Zeit: 18.30 Uhr – 20.00 Uhr
Ort: ETH Zürich, Gebäude ML, Sonneggstrasse 3, 8092 Zürich

Abstract
Stelle Dir vor, Du könntest in Zürich jederzeit in kurzer Gehdistanz unkompliziert ein hochwertiges E-Bike ausleihen. Und nach Deiner Fahrt irgendwo im Stadtgebiet wieder unkompliziert abstellen. Das ist die Vision von smide (www.smide.ch), einem stationsungebundenes (‚Free Floating‘) Bike-Sharing Angebot der Mobiliar. Damit dieses wirtschaftlich betrieben werden kann, ist smide auf die Kooperationsbereitschaft ihrer Nutzer(innen) angewiesen. Doch wie ändert man tief verwurzelte Gewohnheiten von Velofahrer(innen)? Und wie stellt man aus Projektsicht sicher, dass das zu entwickelte Anreizsystem möglichst gute Erfolgsaussichten hat? Ende Februar wird es bei diesem UX Schweiz Anlass keinen Vortrag zu hören geben – sondern wir werden in einem Workshop in Kleingruppen alternative Vorgehensweisen in diesem Service Design Projekt entwickeln und gegenseitig vorstellen. Für Spannung dürfte gesorgt sein, wenn wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den skizzierten Vorgehensweisen herausarbeiten und diskutieren.

Zu den Personen
Marc Blume

Marc Blume ist Psychologe und arbeitet seit über 15 Jahren in User- und Customer Experience Projekten. Seine bisherigen Stationen waren bei Swisscom Innovations (2001-2007) und der Customer Experience Beratung Stimmt AG (2007-2014). Seit 2014 ist er Dozent für Customer Experience Management an der ZHAW in Winterthur. Er leitet dort das Weiterbildungsangebot CAS Innovation, Customer Experience Managagement und Service Design.

Jana Lév, Dipl. Ing.; Die Mobiliar
In ihren verschiedenen Projekten als Design Thinkerin, Entrepreneurin, Dozentin und Beraterin stehen für die Entwicklung innovativer Lösungen stets die Bedürfnisse ihrer Kunden im Zentrum – vom Prototyp bis zur Umsetzung. Aktuell entwickelt sie in leitender Funktion im Innovationsmanagement der Mobiliar neue Geschäftsmodelle rund um die Vernetzte Mobilität.

Januar 2017

Warum etablierte Unternehmen Mühe haben, radikal innovativ zu sein

Jean-Philippe Hagmann

Abstract

Die technologische Entwicklung beschleunigt sich immer mehr. Gleichzeitig haben sich die Konsumenten daran gewöhnt, dass in immer kürzeren Abständen etwas Neues, Besseres auf den Markt kommt. Diese beiden Faktoren ermöglichen es neuen Marktspielern – innovativen Startups – die entstehenden Lücken zu füllen und etablierte Unternehmen vom Podest zu stoßen.

Aus diesem Grund sind etablierte Unternehmen gefordert, sich der Kunst der radikalen Innovation zu bemächtigen. Doch was ist eigentlich radikale Innovation? Und wie unterscheidet sie sich von der inkrementellen Innovation? Und warum haben etablierte Unternehmen derart große Mühe, wirklich innovativ zu sein?

Zur Person

Jean-Philippe Hagmann ist Innovationsexperte, Keynote Speaker, Dozent und Mitgründer von INNOPUNK. Mit einem Background als Maschinenbau-Ingenieur und Industriedesigner befasst er sich seit mehr als 9 Jahren mit dem Thema der Innovation.
Er hat über 50 Unternehmen und Institutionen wie z.B. Swarovski, Mercedes Benz Bank und die Fraunhofer Gesellschaft beraten und für eines der grössten Energieunternehmen der Schweiz eine „Avantgarde Abteilung“ aufgebaut. Ob als Mentor für radikale Innovationen oder als Keynote Speaker mit dem „Top Speaker Award 2013“ des ESE-Kongresses in München – Jean-Philippe hinterfragt ständig den Status Quo.